Gottesdienstordnung 

Aktuell finden bei uns, wie in ganz Deutschland, keine Gottesdienste mehr statt und das Pfarrbüro ist ebenfalls geschlossen.

Für die Seelsorge und in anderen dringenden Fällen erreichen sie Pfarrer Dosseh unter den Telefonnummern 09180/723 und 0172/4660459.

Unsere Pfarrkirche bleibt tagsüber für das persönliche Gebet und die Besinnung geöffnet.

Hier können Sie zukünftig ab Samstag die aktuelle Sonntagspredigt lesen und unten auf der Seite downloaden.

Sonntag, 29.3.2020

Evangelium

Joh11, 1-45, Die Auferweckung des Lazarus

Predigt

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

In dieser zweiten Woche unserer Quarantäne, an diesem 5. Fastensonntag spricht uns die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus an. Sie zeigt uns, dass die Macht Gottes auch im Tod nicht zu Ende ist. Denn eingebettet in die Liebe Gottes werden wir leben.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben, in der Geschichte des Lazarus sehen wir, wie zutiefst bewegt Jesus über den Tod seines Freundes ist. Es wird deutlich: Gott ist fern vom Übel, steht aber dem Leidenden nahe.
Er lässt das Leid nicht auf magische Weise verschwinden, sondern leidet mit und verwandelt es auf diese Weise. Jesus lässt sich nicht von einem Gefühl der Resignation ergreifen, sondern betet voll Vertrauen:
„Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast“.

Jesus bietet uns auf diese Weise ein Beispiel dafür an, wie wir uns verhalten sollen.
Er flieht nicht vor dem Leid und lässt sich nicht vom Pessimismus gefangen nehmen. Es wird die Hoffnung deutlich, die den Tod besiegt, jenseits der Niederlage des Grabes.
Diese Hoffnung hat einem Namen: Jesus. Er führt nicht zu einem einfachen Wohlbefinden, sondern verkündet: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben“. So ruft er zu Lazarus: „Komm heraus!“.

Liebe Mitchristen, wir sind aufgefordert, uns zu entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen: auf der Seite Jesu oder auf der Seite des Grabes. In dieser Zeit der Corona Krise rufen wir zu ihm, verlassen wir uns auf ihn und entscheiden uns für ihn. Denn angesichts der Frage „Warum?“ gibt es im Leben zwei Wege: traurig auf die Gräber zu blicken oder Jesus nahe an unsere Gräber kommen zu lassen.

Jesus lädt uns ein, diese „Gräber“ in uns zu erkennen; auch wenn wir das Gefühl haben, allein in einer finsteren Höhle zu sein und ohne Vertrauen weinen – wir dürfen nicht der nutzlosen und vergeblichen Logik der Angst nachgeben. Vielmehr sollen wir die Fesseln des Grabes überwinden, denn Gott löst alle Knoten.
Der Herr will den Weg des Lebens eröffnen: den Weg der Begegnung mit ihm, des Vertrauens in ihn, den Weg der Auferstehung des Herzens.

Bitten wir um die Gnade, Zeugen des Lebens in dieser Welt zu sein, die nach Zeugen dürstet, welche die Hoffnung auf Gott in den müden und von Traurigkeit belasteten Herzen neu erwecken. Auch wenn es nicht an Lasten fehlen mag, sei da immer seine Hand, die uns aufrichtet. Sein Wort, das uns ermutige und sagt: „Komm heraus! Komm zu mir!“.

Amen

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